04.11.2009
Heinisch-Hosek bei Preisverleihung zur AlleinerzieherIn des Jahres 2009

Veranstaltung zeigt die Lebenssituation der Alleinerziehenden - Politik muss Maßnahmen zur Verbesserung folgen lassen

"Erstmals ist es uns gelungen, Alleinerziehende in sozialer Not mit dem Kindergeld mehr zu unterstützen als andere Familien. Armutsgefährdete Alleinerziehende können ab Jänner 2010 das Kindergeld zwei Monate länger beziehen", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich der heutigen Preisverleihung zur AlleinerzieherIn des Jahres 2009. Sie sei froh, dass es möglich war die ÖVP zumindest so weit zu bringen, verhehle aber nicht, dass sie sich mehr Unterstützende für Alleinerziehende gewünscht hätte. "Mein Engagement für Alleinerziehende geht jetzt erst richtig los", so Heinisch-Hosek. Die Veranstaltung mache einmal mehr darauf aufmerksam, wie sich die Situation der alleinerziehenden Frauen und Männer in Österreich darstelle. Die vom Patchwork-Familien-Service jährlich organisierte Preisverleihung sei eine wichtige Veranstaltung, bei der man die Lebenssituation von Alleinerziehenden besser verstehen lerne. Dafür bedanke sie sich auch ganz herzlich. Die Aufgabe der Politik sei es, auf Basis solcher Erfahrungen, Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Alleinerziehenden folgen zu lassen, so die Ministerin.

Stellvertretend für die rund 251.000 alleinerziehenden Frauen in Österreich hat Sandra Eberle aus Vorarlberg den Preis für die AlleinerzieherIn des Jahres 2009 entgegen genommen. Als Mutter eines schwerkranken Sohnes für den sie einen Teil ihrer Leber zur Transplantation gespendet habe, sei sie ein besonderes Vorbild. "Dass diese Preisverleihung im Trauungssaal des Grazer Rathauses stattfindet, ist ein besonders passendes Bild", meinte Heinisch-Hosek. Denn wenn Alleinerziehende wieder neue Beziehungen einginge, kämen neue Herausforderungen von Patchworkfamilien auf sie zu. Für diese modernen Familienmodelle müsse man künftig auch neue Lösungen anstreben. "In diesem Zusammenhang möchte ich heute auch noch einmal die Situation von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ansprechen. In einem Trauungssaal wie diesem sollte auch für homosexuelle Paare eine Zeremonie zur Besiegelung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft möglich sein", sagte die Ministerin abschließend.