Gestern und heute – Die Behördenbibliothek des Bundes
Die "Administrative Bibliothek im Ministerium des Inneren" wurde mit Kaiserlicher Entschließung vom 18. April 1849 als "Spezialbibliothek für die Zwecke der Gesetzgebung und Verwaltung und für das Studium auf diesen Gebieten" gegründet. Ihr Auftrag lautete, sowohl das Innenministerium als auch die übrigen Ministerien und Zentralstellen bibliothekarisch und dokumentarisch zu betreuen. 1923 gelangte sie in den Ressortbereich des Bundeskanzleramtes.
Ursprünglich war die Administrative Bibliothek (AB) im Ministerialgebäude in der Wipplingerstraße untergebracht. 1897 zog sie in die Marc Aurel-Straße und einige Jahre später auf den Hohen Markt 5 um. 1925 erfolgte die Übersiedlung in das Palais Porcia, Herrengasse 23.
Die Bibliotheksautomatisierung wurde im Jahr 2000 eingeführt. Mit Juli 2002 wurde im Rahmen des Bibliotheksclusterings die Amtsbibliothek des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur übernommen und deren Katalog geschlossen. Seit Dezember 2003 ist der laufende Bibliotheksbetrieb des Österreichischen Staatsarchivs, seit Februar 2005 auch die Ministerialbibliothek des Bundesministeriums für Inneres in der AB als der Behördenbibliothek des Bundes zentralisiert. 2006 erhielt sie den Status der Österreichischen OECD-Depositarbibliothek mit direktem Zugriff auf das Online Library Service
Im Mai 2008 wurde mit dem Aufbau der "Administrativen Bibliothek Digital" begonnen, in der elektronische Publikationen der Bundesverwaltung gesammelt, erschlossen und im Volltext langfristig der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden.
Standorte, Kataloge und Literaturbestände
Seit Juni 2000 erfolgt die Katalogisierung, mit retrospektiver Erfassung für die laufende Entlehnung, im . Die übernommenen Bibliotheksbereiche des Unterrichts-, des Wissenschafts- und des Innenministeriums werden in diesem Katalog mitverwaltet.
Der Katalog des Staatsarchivs wird als weitergeführt.
Die alten handschriftlichen Zettelkataloge der AB bis 1945 und der Katalog des Kriegsarchivs bis 1923 wurden digitalisiert und sind als KatZoom abrufbar. Bestände, die bis 1945 in die AB gelangten, befinden sich seit 1998 zum größten Teil im und können dort eingesehen werden.
Auch die Zettelkataloge der AB 1945 - 2000 sind als KatZoom digitalisiert. Die "Kataloge der Amtsbibliothek des Unterrichtsministeriums" sind in der AB zugänglich.
Der weist Berichte zu wissenschaftlichen Forschungsprojekten aus, die vom gefördert werden.
Neben dem Online Library Service der OECD
erschließen auch die jeweiligen AB-Kataloge den Zugang zu den OECD-Beständen.
Im wurden Belegexemplare der Artothek vor ihrer Ausgliederung aus dem Bundeskanzleramt erfasst. Eine Entlehnung ist derzeit nicht möglich.