Palais Porcia

Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Renaissancegebäude in der Herrengasse 23 erfuhr im frühen und späten 17. Jahrhundert sowie um die Mitte des 18. Jahrhunderts umfangreiche Veränderungen und Erweiterungen.

Im 15. Jahrhundert sind auf dem Baugrund des jetzigen Palais zwei Gebäude nachweisbar, die der königliche Pfennigmeister Johann Löbl 1528 zusammen erwarb. 1538 wurde der Besitz von Graf Gabriel Salamanca-Ortenburg gekauft. Er ließ die beiden Häuser durch Arkaden verbinden und mit Renaissancefassaden versehen.

Um 1660 kam das Stadtpalais in den Besitz des Reichsfürsten Johann Karl von Porcia. Die Bezeichnung "Palais Porcia" ist dem Haus bis heute geblieben.

Maria Theresia erwarb das Haus 1750 vom Hofkammerrat Bartholomäus Tinti. Die Kaiserin ließ es umbauen und für Gerichtszwecke nutzen.

Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude für den Verwaltungsgerichtshof adaptiert, später waren der Rechnungshof und der Niederösterreichische Landesschulrat hier untergebracht.

Administrative Bibliothek des Bundes (AB)Seit 1925 ist das Palais Porcia Sitz der Administrativen Bibliothek. 1991 setzte eine Generalsanierung ein, die 1997 abgeschlossen wurde.

Heute beherbergt das Palais Porcia nicht nur die Administrative Bibliothek des Bundes, sondern auch das Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) – Zentrum im Bundeskanzleramt. Der Parterrebereich wird auch für Kunstausstellungen genutzt.