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Bundeskanzler Christian Kern bei Gedenkfeier in Mauthausen

Absage an Nationalismus – Forderung nach gelebter Solidarität und Toleranz

Rund 7 000 Menschen aus aller Welt haben am Sonntag in Mauthausen der Befreiung des Konzentrationslagers in Oberösterreich vor 72 Jahren gedacht. Die Spitzen der Republik erteilten dabei dem Nationalismus eine Absage und mahnten Werte wie Solidarität und Toleranz ein. Bundeskanzler Christian Kern betonte, dass Nationalismus, Chauvinismus und Rassismus "mit unseren stärksten Waffen" entgegengetreten werden müsse. Das gemeinsame Gedenken sei ein wichtiger Auftrag und erinnere an die Bedeutung von gelebter Solidarität und Zivilcourage.

In Mauthausen und seinen Nebenlagern waren rund 200 000 Menschen interniert, mindestens 90 000 davon starben. Am 5. Mai 1945 trafen erstmals Einheiten der US-Armee ein und befreiten die Überlebenden. Die diesjährige Gedenkfeier stand unter dem Motto "Internationalität verbindet".

Bilder von der Gedenkveranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes kostenfrei abrufbar.