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Christian Kern zu Brexit: "Rasch und friktionsfrei vollziehen"

Der Bundeskanzler weiters: "Werde für die Rechte der Österreicherinnen und Österreicher in Großbritannien eintreten" – ausstehende Zahlungen wichtiger Punkt

Nachdem am heutigen Mittwoch die britische Premierministerin Theresa May den Austrittsantrag eingereicht hat, bekräftigt Bundeskanzler Christian Kern seine Position für die kommenden Monate: "Der Brexit ist eine große Herausforderung für die gesamte Europäische Union. Es ist bedauerlich, dass Großbritannien diese Entscheidung getroffen hat, aber jetzt müssen wir den Ausstieg des Landes aus der EU rasch und friktionsfrei vollziehen. Dafür haben wir nach Artikel 50 des EU-Vertrages zwei Jahre Zeit."

Ein wesentlicher Punkt, der geklärt werden muss, ist die Situation der österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Großbritannien. "Für mich stehen der Status und die Rechte der rund 25 000 Österreicherinnen und Österreicher, die in Großbritannien leben und arbeiten, im Vordergrund", stellt der Bundeskanzler klar. "Auch für österreichische Unternehmen, die in Großbritannien tätig sind, wollen wir schnell Klarheit und Rechtssicherheit erreichen", so Kern weiter.

Die zweite drängende Frage sind die hohen Verbindlichkeiten Großbritanniens bei der EU. "Angesichts der kolportierten Schätzungen von bis zu 60 Milliarden Euro, die die Briten der EU noch schulden, wird das sicher ein zähes Ringen werden", so die Einschätzung des Bundeskanzlers.

"In einer Sondersitzung des Europäischen Rates am 29. April werden die Leitlinien für die Brexit-Verhandlungen beschlossen. Ich habe volles Vertrauen in EU-Chefverhandler Michel Barnier, der unterstützt von allen Institutionen der EU unsere Interessen vertreten wird", erklärt Bundeskanzler Kern abschließend.

Rückfragehinweis:
Mag. Nikolai Moser
Pressesprecher des Bundeskanzlers
Telefon: 0664 883 92 489
E-Mail: nikolai.moser@bka.gv.at