Historisches Kanzlerzimmer, "Kreisky-Zimmer"

"Kreisky-Zimmer"
Staatstragendes Kanzlerzimmer mit viel Holz

Auch das Kanzlerzimmer wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von Oswald Haerdtl neu gestaltet. Dem damaligen Geschmack entsprechend wurden die Wände mit dunklem Holz vertäfelt. Die Wappen Österreichs und der Bundesländer sind als Intarsien oberhalb des Schreibtisches ausgeführt. Leopold Figl (1902–1965) war der erste, der diesen damals modernen Arbeits- und Repräsentationsraum bezog.

Holzintarsien im "Kreisky-Zimmer"
Die Wappen und Insignien Österreichs als Holzintarsien

Wie ihm das Zimmer gefallen hat, ist nicht bekannt. Von Bruno Kreisky (1911–1990) weiß man, dass er das dunkle Zimmer gar nicht mochte, dabei verbrachte er von 1970 bis 1983 die längste Zeit darin. Er bezeichnete das Zimmer abfällig als "Zigarrenkistl". Die Assoziation war dabei gar nicht soweit hergeholt: Haerdtl hatte nämlich auch Zigarettenpackungen für die Tabakregie entworfen.

Seit 2000 wird das Zimmer nicht mehr als Kanzlerbüro benutzt. Es dient jetzt als Besprechungszimmer.