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Kunstrückgabebeirat beschloss zwei Empfehlungen

Der Kunstrückgabebeirat beschloss in seiner Sitzung vom 17. März 2017 eine Landschaftsstudie aus dem Belvedere an die Erben nach Carl Bach zurückzugeben. Die Beratungen zu einer Empfehlung zu einem Hammerklavier aus der Sammlung alter Musikinstrumente wurden vertagt.

Der Beirat hat bereits in einer Empfehlung vom 8. November 2006 Rückgaben an die Erben von Carl Bach empfohlen. Durch aktuelle Recherchen der Kommission für Provenienzforschung wurde nun ein weiteres Werk aus der Sammlung von Carl und Alice Bach, die vom NS-Regime als Juden verfolgt wurden, im Belvedere identifiziert. Im Mai 1939 flüchtete das Ehepaar Bach aus München in die Schweiz. Die Devisenstelle München untersagte die Ausfuhr von 16 Gemälden, darunter auch die sich heute im Belvedere befindliche Landschaftsstudie von Johann Wilhelm Schirmer, die im Jahr 1944 über den Kunsthändler Wolfgang Gurlitt von der Österreichischen Galerie angekauft wurde. Da der Verkauf jedenfalls in unmittelbarem Zusammenhang mit der Verfolgung und Flucht von Carl und Alice Bach stand, empfiehlt der Beirat eine Rückgabe an die Erben.

Die Beratungen zu einer Empfehlung zu einem Hammerklavier aus der Sammlung alter Musikinstrumente wurden vertagt.

Die Empfehlung ist im Wortlaut auf der Webseite der Kommission für Provenienzforschung unter www.provenienzforschung.gv.at wiedergegeben.

Rückfragehinweis:
Mag. Kerstin Hosa, MAS
Kabinett des Bundesministers Mag. Thomas Drozda
Pressesprecherin Kunst & Kultur
Telefon: + 43 1 531 15-20 2122
Mobil: +43 664 610 63 62
E-Mail: kerstin.hosa@bka.gv.at