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Ministerrat: Frauenanteil in Aufsichtsratsgremien staatsnaher Unternehmen auf 40,3 Prozent gestiegen

Medienbriefing nach der Regierungssitzung

Kanzleramtsminister Thomas Drozda und Staatssekretär Harald Mahrer berichteten nach dem Ministerrat im Parlament über die wichtigsten Berichte der Regierungssitzung. Dazu zählt der Fortschrittsbericht 2017 über die Erhöhung des Frauenanteils in den Aufsichtsratsgremien der Unternehmen mit einem Bundesanteil von 50 Prozent und darüber. Weiters wurde über die jüngste Entwicklung bei den Asylantragszahlen berichtet.

Frauenanteil: Quotenregelung zeigt Wirkung

Die Bundesregierung hat sich im Jahr 2011 per Ministerratsbeschluss das Ziel gesetzt, den Frauenanteil in Aufsichtsratsgremien, an denen der Bund mit 50 Prozent oder mehr beteiligt ist, bis Ende 2018 auf 35 Prozent anzuheben. Die Fortschritte der Umsetzung werden jährlich überprüft. Im Berichtszeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember 2016 lag die durchschnittliche Bundes-Frauenquote in diesen staatsnahen Unternehmen bei 40,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 2,3 Prozent. Von den 56 betroffenen Unternehmen erfüllte die überwiegende Zahl, nämlich 31, bereits im Vorjahr die angestrebte 35 Prozent-Quote oder sie lagen sogar darüber. Die Regierung bekräftigte nunmehr, ihre Bemühungen weiter fortzusetzen. Bereits Ende Jänner habe man sich darauf verständigt, nach dem Vorbild der deutschen Rechtslage eine Erhöhung der Frauenquote auf 30 Prozent für börsennotierte Unternehmen sowie Privatunternehmen mit über 1 000 Beschäftigten anzustreben.

Asylantragszahlen rückläufig

Im heutigen Ministerrat hat der Innenminister einen aktuellen Bericht über die bisherige Entwicklung der Asylantragszahlen im Jahr 2017 vorgelegt. Demnach wurden in Österreich bis zum Stichtag 28. Februar 4 302 Asylanträge gestellt. Das bedeutet einen Rückgang von 60,8 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Von diesen 4 302 im Jahr 2017 gestellten Anträgen wurden 2 627 Personen zum inhaltlichen Verfahren zugelassen; unbeschadet des Asylantragsdatums wurden in diesem Jahr insgesamt 3 774 Personen zugelassen. Die beim Asylgipfel vom Jänner 2016 festgelegte Kapazitätsgrenze von 35 000 zugelassenen Verfahren wurde damit zu rund 10,8 Prozent ausgeschöpft.

Aus dem Ministerrat

Beschlussprotokoll zum Ministerrat vom 14. März 2017