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Muna Duzdar bei ASEM-Gipfel: Stehen solidarisch an der Seite Frankreichs

Die Staatssekretärin bei Gipfeltreffen der asiatischen und europäischen Staaten (ASEM) in Ulaanbaatar/Mongolei

Staatssekretärin Muna Duzdar verurteilte in ihrer Rede auf dem derzeit stattfindenden asiatisch-europäischen Treffen in Ulaanbaatar in der Mongolei den gestrigen Anschlag in Nizza und drückte ihre tiefe Betroffenheit aus. "Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer. Wir stehen solidarisch an der Seite Frankreichs. Die Antwort kann nur das verstärkte, solidarische Zusammenstehen und ein gemeinsames Auftreten gegen Intoleranz sein. Der Hass, der zur Spaltung der Gesellschaft führt, darf nicht siegen", sagte Duzdar.

In ihrer Rede ging Duzdar auch ganz speziell auf die Zusammenhänge von Armut und Digitalisierung ein: "Der Zugang zu digitalen Informationen ist heute ein wesentlicher Aspekt, um an gesellschaftlichen Prozessen und auch am Arbeitsmarkt teilnehmen zu können. Nach wie vor haben aber weltweit 4,2 Milliarden Menschen, also 60 Prozent der Weltbevölkerung, keinen Zugang zum Internet. Weltweite Armutsbekämpfung bedeutet auch darauf hinzuarbeiten, diese digitale Armut zu überwinden und einen Weg zu einer gerechteren Welt zu ebnen."

Das Treffen findet heuer zum 11. Mal statt und wird in einem zweijährigen Rhythmus abwechselnd in Europa oder in Asien abgehalten. Knapp 40 Regierungsvertreterinnen und Vertreter sowie EU-Ratspräsident Tusk und EU-Kommissionspräsident Juncker debattieren dabei unter dem Motto "20 years of ASEM: Partnership for the Future through Connectivity".

"Zugang zu Digitalisierung bedeutet Zugang zu Wissen und Bildung. Digitale Technologien bieten die Möglichkeit zu Kooperationen und Kommunikation über Grenzen und große räumliche Distanz hinweg. Digitalisierung bedeutet letztendlich auch, Arbeit verstärkt maschinell verrichten zu können und über neue Formen der gerechten Verteilung von Arbeit nachzudenken und durch digitale Innovationen auch neue Jobs und Berufe zu schaffen. Dieser Fortschritt kann und soll zum Wohle aller genutzt werden", so Duzdar.

"Es liegt an uns, die kommenden Entwicklungen und Veränderungen nicht abzuwarten, sondern mitzugestalten und zu nutzen. In der Beziehung zwischen Asien und Europa erhoffe ich mir eine gute Zusammenarbeit und Austausch über die Möglichkeiten und Technologien sowie Wissen und Informationen allen Menschen zur Verfügung zu stellen, um damit die digitale Kluft zu verringern", betont Duzdar.

Im Vorfeld des ASEM-Gipfels traf Duzdar, die als Kanzleramts-Staatssekretärin den Bundeskanzler vertritt, auf Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft, die ein Treffen abhielten. "Die Zivilgesellschaft hat einen entscheidenden Anteil am Fortschritt in der Welt. Sie ist wichtiger Impulsgeber und engagierter und konstruktiver Mahner", so Duzdar.

ASEM ist als informelle Dialogplattform europäischer und asiatischer Staaten konzipiert. Der erste ASEM-Gipfel fand im Jahr 1996 statt, damit feiert ASEM heuer sein 20jähriges Bestehen. Die Treffen finden alle zwei Jahre alternierend in einem europäischen und einem asiatischen Land statt. Im Jahr 2014 fand der Gipfel in Mailand statt, in diesem Jahr in Ulaanbaatar in der Mongolei.

Insgesamt umfasst ASEM derzeit 53 Teilnehmer, 51 Länder sowie Vertretungen der EU und ASEAN (Verband Südostasiatischer Nationen). Die teilnehmenden Staaten umfassen 62 Prozent der Weltbevölkerung und 57 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts.

Rückfragehinweis:
Bundeskanzleramt - Büro Staatssekretärin Mag. Muna Duzdar
Mag. Markus Stradner
Pressesprecher der Staatssekretärin
Telefon: +43 1 531 15-204065
Mobil: +43 664 885 40 022
E-Mail: markus.stradner@bka.gv.at