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Muna Duzdar eröffnet internationale Cyber-Sicherheit-Konferenz in Wien

Die Staatssekretärin bei der Konferenz zum Schutz Kritischer Infrastrukturen in der Landesverteidigungsakademie

In der Landesverteidigungsakademie in Wien fand die internationale Konferenz "Cyberspace, Energy & Development Protecting Critical Energy Infrastructure" statt. An dieser hochkarätig besetzten Konferenz nahmen unter anderem Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Algerien, Österreich, Ecuador, Indien, Iran, Irak, Nigeria, Serbien, Großbritannien und Kuwait sowie von diversen internationalen Organisationen teil. Die Konferenz war Teil der sogenannten Vienna Cyber Security Week, wurde von der Energypact Foundation zusammen mit BMEIA und BMLVS organisiert und von Staatssekretärin Muna Duzdar eröffnet. "Digitalisierung eröffnet viele Möglichkeiten zum Schutz für unsere Kritische Infrastruktur, ermöglicht aber auch die Gefahr von Cyber-Attacken. Aus diesem Grund setzen wir in Österreich sehr erfolgreich auf die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor, etwa durch unsere Cyber-Sicherheit-Plattform oder unseren Branchen Cyber-Sicherheitsteams (CERTs), damit wir diese Risiken gemeinsam meistern können", sagte Staatssekretärin Duzdar.

In ihrer Eröffnungsrede betonte die Staatssekretärin für Diversität, Öffentlichen Dienst und Digitalisierung die positiven Möglichkeiten, die sich durch die Digitalisierung im Einsatz von Kritischen Infrastrukturen ergeben, aber auch die Gefahr von Cyber-Attacken, die damit einhergeht. In diesem Zusammenhang erwähnte Staatssekretärin Duzdar die kürzlich vorgestellte Digital Roadmap Austria, eine ganzheitliche Strategie für die Digitalisierung der Öffentlichen Verwaltung, in welcher Cyber-Sicherheit eine wichtige Rolle einnimmt.

Duzdar betonte weiters die Rolle der privaten Sektoren, welche in Österreich den Großteil der Kritischen Infrastrukturen beheimaten, und wie wichtig es ist, dass zum Schutz dieser Infrastrukturen vor Cyber-Attacken sowohl private wie auch öffentliche Stakeholder eng zusammenarbeiten. Wie notwendig so eine Kooperation ist, haben zuletzt Attacken auf A1, die OeNB, den Flughafen Wien und einige Ministerien gezeigt.

Österreich widmet sich dem Thema des Schutzes Kritischer Infrastrukturen einerseits im "Austrian Program for Critical Infrastructure Protection" (APCIP), als auch in der im Jahr 2013 veröffentlichten "Österreichischen Strategie für Cyber Sicherheit". Als direkte Maßnahme daraus wurde die "Österreichische Cyber Sicherheit Plattform" ins Leben gerufen, mit dem Ziel, einerseits den Informationsfluss zwischen Sektoren Kritischer Infrastruktur und der öffentlichen Verwaltung zu verbessern, und andererseits diese Sektoren mit sogenannten Sektor-CERTs (Computer Emergency Response Teams) auszustatten, das heißt Teams, bestehend aus Cyber-Security-Spezialisten, welche im Anlassfall einer Cyber-Attacke den Betroffenen in den jeweiligen Sektoren Unterstützung leisten.

Derzeit wird unter Federführung des Bundeskanzleramts an einem Cyber-Sicherheitsgesetz gearbeitet. Dieses Gesetz soll die kürzlich verabschiedete Netzwerk- und Informationssicherheitsrichtlinie der EU (kurz: NIS-Richtlinie) in nationales Recht abbilden. Durch die Schaffung eines Netzwerks von Sektor-CERTs schafft Österreich die Voraussetzungen für eine der zentralen Forderungen aus der NIS-RL, nämlich der verpflichtenden Meldungen der Betreiber Kritischer Infrastrukturen über schwerwiegende Cyber-Sicherheitsvorfälle an die jeweiligen Sektor-CERTs. In weiterer Folge werden diese verpflichtenden Meldungen zusammen mit freiwilligen Meldungen im Zuge einer gesamtstaatlichen, operativen Koordinierungsstruktur zu einem Cyber-Lagebild Österreich konsolidiert.

Rückfragehinweis:
Markus Stradner
Bundeskanzleramt – Büro Staatssekretärin Mag. Muna Duzdar
Pressesprecher der Staatssekretärin
Telefon: + 43 1 531 15-20 4065
Mobil: +43 664 885 40 022
E-Mail: markus.stradner@bka.gv.at