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Thomas Drozda: "Kunst steht für Veränderung und ist damit aktueller denn je"

Festakt zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 2016

"Das Programm der diesjährigen Salzburger Festspiele bietet uns großartige Inszenierungen und Konzerte. So unterschiedlich die Aufführungen auch sein werden, eines wird ihnen gemeinsam sein: Jede Kunst ist Veränderung, jedes Kunstwerk erzählt von Veränderung, Kunst ist daher aktueller denn je", sagte Kulturminister Thomas Drozda beim Festakt zur Eröffnung der Salzburger Festspiele in der Felsenreitschule.

Österreich und Europa stünden vor den "allergrößten Veränderungen" und würden einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen: "Europa als Kontinent und die Europäische Union als Institution befinden sich in den letzten Jahren in einem permanenten Krisenbewältigungsmodus. Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen versuchen Populisten ihren Nutzen aus den realen Schwächen demokratischer Institutionen zu ziehen", warnte der Bundesminister. Dieser Stimmungslage müsse eine verantwortliche Politik entgegentreten, die Lust auf Veränderung bei den Menschen weckt, statt Ängste zu schüren.

Die Gründe für die Ängste der Menschen würden auch in der Zunahme der objektiven und subjektiv empfundenen Ungleichheit in der europäischen Bevölkerung liegen. "Europa wird in der Folge als Projekt der ökonomischen und intellektuellen Eliten wahrgenommen. Das muss sich ändern, wenn das gemeinsame europäische Projekt auch weiter Bestand haben soll", sagte Drozda. Daher müssten Reformen der Gesellschaft offensiv gestaltet werden, statt zu beschwichtigen. Besonderes Augenmerk müsse dabei dem Bildungsbereich und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt gelten: "Wir brauchen ein hervorragendes, ein menschliches Bildungssystem, das auch immunisiert gegen destruktive, antidemokratische und latent autoritäre Populisten." Ziel der Politik müsse es stets sein, "ein Leben der Menschen in gegenseitigem Respekt, in Würde und Anstand zu ermöglichen".

Abschließend betonte der Bundesminister die Verpflichtungen der Politik gegenüber der Kunst: "Wir haben Verantwortung für die freie Entwicklung der Kunst. Der Staat ist auch für die Finanzierung verantwortlich, ansonsten bliebe die Rede von der Freiheit der Kunst nur Gerede." Gleichzeitig müsse der Zugang zu Kunst und Kultur für möglichst viele Menschen ermöglicht werden. "Freiheit der Kunst, die staatliche Verantwortung für ihre Förderung und Kunstvermittlung: Alle drei Verpflichtungen werde ich als zuständiger Minister sehr ernst nehmen", so Drozda.

Fotos sind auf der Fotoservice-Seite des Bundespressedienstes online verfügbar.

Rückfragehinweis:
Kabinett Bundesminister Mag. Thomas Drozda
Mag. Kerstin Hosa, MAS
Pressesprecherin Kunst & Kultur
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