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Thomas Drozda: "Theater trägt zum Image des Landes bei" (in: "Kurier")

Der Bundesminister im Interview

Kurier: Welchen Stellenwert hat denn der "Nestroy-Preis" in einer dermaßen Theater-verliebten Stadt wie Wien?

Thomas Drozda: Der "Nestroy" ist extrem wichtig für die Stadt, aber auch für die Künstler. Sie werden kaum eine Künstlerbiografie finden, auf der eine Nestroy-Auszeichnung oder Nominierung nicht ganz vorne erwähnt wird.

Kurier: 36 Nominierte und drei bereits fixierte Preisträger in 13 Kategorien stehen am 7. November im Mittelpunkt der "Nestroy"-Gala im Ronacher. Ein Fest für die ganze Theaterszene?

Drozda: Sicher. Die Vielfältigkeit und Wandelbarkeit, die das Theater auszeichnet, zeigt sich jährlich in der Verleihung des "Nestroy-Preises". Keine Gala gleicht der anderen. Die österreichische Theaterlandschaft trägt maßgeblich zum herausragenden kulturellen Image des Landes bei. Der "Nestroy" hat sich seit seinem Bestehen zu einem österreichweit und international anerkannten Theaterpreis entwickelt. Es freut mich sehr, dass mit dem "Nestroy" jährlich Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet werden, die täglich großartige Leistungen auf Österreichs Bühnen vollbringen.

Kurier: Und warum sollen wir ins Theater gehen?

Drozda: Im Theater werden wir im Idealfall bessere Menschen. Es erzählt jahrtausendealte Geschichten und lädt zur Reflexion ein. Ich stehe unter dem Eindruck vieler derartiger Momente der Katharsis, aber auch des absoluten Glücks im Theater, das man selten in anderen Lebenssituationen erlebt.