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Video-Rundgang durch das Bundeskanzleramt

Begleiten Sie uns virtuell durch die Repräsentationsräume des ältesten in Funktion stehenden Regierungssitzes Europas. In diesem Haus wurde und wird österreichische Geschichte geschrieben.
Viele der hier vorgestellten Säle haben historische Bedeutung. Gleichzeitig haben sie ihre ursprüngliche Funktion behalten und dienen bis heute als Besprechungs- und Arbeitsräume. So finden zum Beispiel im Steinsaal die Pressefoyers nach dem Ministerrat statt.

Ballhausplatz 2

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Sprecher: Ballhausplatz 2, eine Adresse mit fast 300-jähriger Geschichte. 1717 bis 1721 wurde das Palais nach den fünfeckigen Grundrissplänen von Lukas von Hildebrandt als Geheime Hof- und Staatskanzlei errichtet. Nach mehreren baulichen Erweiterungen erhielt das Bundeskanzleramt 1903 sein endgültiges Aussehen.
Die österreichische Außenpolitik wurde bis zur Übersiedlung des Ministeriums im Jahr 2005 für die Dauer von rund 280 Jahren von diesem Haus aus gestaltet.
Der Bundeskanzler nimmt seine Amtsgeschäfte seit 1922 vom Ballhausplatz aus wahr. In diesem Haus wurde und wird österreichische Geschichte geschrieben! Heute ist das Bundeskanzleramt für die Koordination der allgemeinen Regierungspolitik, die rechtliche Vertretung der Republik Österreich und viele weitere Bereiche zuständig.

Videobeschreibung: Blick auf die Außenfassade, das Haupttor und auf den ersten Innenhof – Schwenk außen vom Minoritenplatz vorbei an einem Springbrunnen zurück zur Frontseite und Nahaufnahme des Haupttores – Blick zum Deckengewölbe der Hauseinfahrt, Schwenk zum Aufgang zur Feststiege.

Feststiege 

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Sprecher: Die Repräsentationsräume des Bundeskanzleramtes sind über die, mit einem rotem Teppich ausgelegte, barocke Prunkstiege zu erreichen. Schwarze, schmiedeeiserne Treppengeländer prägen den Aufgang und bilden einen Kontrast zur modernen Plastik auf halber Höhe. Es ist ein Werk des Bildhauers Fritz Wotruba und trägt den Namen "Der kleine Prinz".
Hier betritt man einen geschichtsträchtigen Ort, und jeder Raum erzählt von der vielfältigen politischen Vergangenheit unseres Landes.

Videobeschreibung: Blick zum Deckengewölbe der Hauseinfahrt – Schwenk zum Aufgang der Feststiege – Nahaufnahme des roten Teppichs und der Treppengeländer – Kamerafahrt aufwärts, vorbei an einer Plastik auf halber Höhe des Aufgangs, zur Beletage.

Steinsaal

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Sprecher: Im Steinsaal empfängt der Bundeskanzler seine Gäste. Ein Gemälde von Maria Theresia dominiert den Raum. Es zeigt die junge Monarchin als Königin von Böhmen. Das Gemälde ist ein gern gewähltes Hintergrundmotiv bei Foto- und Filmaufnahmen. Gegenüber, an der Hofseite des Saales, befindet sich eine große schwarze Standuhr flankiert von zwei Frauenbildnissen, Maria Anna und Maria Elisabeth, Töchter Maria Theresias.

Videobeschreibung: Schwenk durch den Raum auf Luster, weiter zum Gemälde der Kaiserin Maria Theresia – Hofseite des Saales: Nahaufnahme der schwarzen Standuhr mit goldenen Einlegearbeiten – Schwenk zu den kleinen Frauenbildnissen.

Großer Ministerratssaal

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Sprecher: Im Steinsaal empfängt der Bundeskanzler seine Gäste. Ein Gemälde von Maria Theresia dominiert den Raum. Es zeigt die junge Monarchin als Königin von Böhmen. Das Gemälde ist ein gern gewähltes Hintergrundmotiv bei Foto- und Filmaufnahmen. Gegenüber, an der Hofseite des Saales, befindet sich eine große schwarze Standuhr flankiert von zwei Frauenbildnissen, Maria Anna und Maria Elisabeth, Töchter Maria Theresias.

Videobeschreibung: Schwenk durch den Raum auf Luster, weiter zum Gemälde der Kaiserin Maria Theresia – Hofseite des Saales: Nahaufnahme der schwarzen Standuhr mit goldenen Einlegearbeiten – Schwenk zu den kleinen Frauenbildnissen.

Neues Kanzlerzimmer 

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Sprecher: Staatskanzler Clemens Wenzel Fürst Metternich richtete sein Arbeitszimmer im südlichen Trakt des Bundeskanzleramts ein, da er helle Räume bevorzugte. Rund 200 Jahre später, im Jahr 2000, wurde das Büro des Bundeskanzlers dorthin verlegt. Im Gegensatz zum Alten Kanzlerzimmer, dem Kreisky-Zimmer, ist dieses deutlich heller.

Videobeschreibung: Schwenk durch den Raum – ein helles Zimmer, modernes Büromobiliar, in der Mitte ein großer Luster, im Eck ein goldumrandeter Spiegel mit Blumendekor, mehrere modernere Gemälde an den Wänden.

Grauer Ecksalon

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Sprecher: Der Graue Ecksalon befindet sich zwischen dem Kongresssaal und dem Großen Ministerratssaal und ist noch weitgehend originalgetreu eingerichtet. Ein prunkvoller, luxuriöser Raum! Ursprünglich diente der Graue Ecksalon als herrschaftliches, kleines Speisezimmer. Heute finden hier Sitzungen und Beratungen der Ministerinnen und Minister statt. Es werden in diesem Salon aber auch kleinere Empfänge veranstaltet und Ehrungen durchgeführt.

Videobeschreibung: Eintritt durch hohe Türen in den hellen Raum, weiß- und goldfarben – Schwenk im Raum mit Detailansichten der barocken Inneneinrichtung: zentral ein runder Tisch mit fünf gepolsterten Stühlen, zwei weitere links davon an der Wand – goldumrandete Spiegel in zwei Ecken des Raumes, zeitgenössische Standuhren und Leuchter auf den Spiegelsimsen.

Kongresssaal

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Sprecher: Der Kongresssaal ist wohl der geschichtsträchtigste Raum des Bundeskanzleramtes. Hier wurde Weltgeschichte geschrieben! In diesem Saal tagte in den Jahren 1814 und 1815 der Wiener Kongress. Unter Federführung des Fürsten Metternich, der auch als "Kutscher Europas" in die Geschichte eingegangen ist, wurde hier die Neuordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen festgelegt.
Fünf Türen für fünf Herrscher: Lange Zeit kursierte die Legende, dass die Herrscher der wichtigsten europäischen Monarchien zur Unterzeichnung der Kongressakte gleichzeitig von einer der fünf Türen eintreten sollen, um so dem Protokoll Genüge zu tun. Ein solches Zusammentreffen der Herrscher hat aber nie stattgefunden. Der Vertrag wurde von Bevollmächtigten unterzeichnet und erst später von den Herrschern ratifiziert.
Heute wird der Kongresssaal für die wöchentlichen Pressefoyers nach dem Ministerrat genutzt. Via Radio, Fernsehen oder online wird im Rahmen einer Pressekonferenz über Beschlüsse des Ministerrates informiert.

Videobeschreibung: Schwenk in den Raum – fünf große Kronleuchter an der reich mit Gold und Stuck verzierten Decke, rot-goldenen Bordüre knapp unterhalb der Decke, wertvoller Teppich auf Parkettboden, Wände mit Stuck und Blattgold verziert – fünf hohe Türen mit Goldintarsien, vier aufwendig gestaltete Lüftungsgitter in der Decke – Kaminsimse auf Löwenfiguren an den beiden Schmalseiten des Saales, einer davon mit großem Spiegel, der andere mit Staatswappen darüber – schwere Vorhänge in Gold und Rot an den drei Fenstern.

Marmorecksalon

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Sprecher: Das Bundeskanzleramt wurde während des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigt. Architekt Oswald Haerdtl wurde mit der gesamten Wiederherstellung betraut. Bei der Neugestaltung des Marmorecksalons kombinierte er roten Marmor mit goldfarbigem Metall.
Mit den beiden Gemälden von der Unterzeichnung des Staatsvertrages und dem Dollfuß-Gedenkstein spiegelt der Raum eindrucksvoll die jüngere Geschichte Österreichs wider. Das weniger bekannte, eher impressionistisch gehaltene Gemälde, stammt vom österreichischen Maler Sergius Pauser und sorgte für einen Eklat, da es von Bundeskanzler Julius Raab abgelehnt wurde. Erst eine andere Fassung von Robert Fuchs entsprach dem gewünschten dokumentarischen Charakter.
Der im Boden eingelassene Dollfuß-Gedenkstein erinnert an die dramatischen Ereignisse vom Juli 1934, als NS-Putschisten in das Bundeskanzleramt eindrangen und den damaligen Bundeskanzler ermordeten.

Videobeschreibung: Schwenk durch den Raum im Design der Fünfziger-Jahre: rötlich-dunkler Marmorboden, Wände in hellem Marmor, zwei große Kristallluster – Detailansichten von Möbeln und Accessoires im Haerdtl-Design – zentraler, moderner Besprechungstisch (nicht zeitgenössisch) mit Lederstühlen – schwarzer Klavierflügel. Detailaufnahme der beiden Gemälde an den Wänden. Detailaufnahme des im Fußboden eingelassenen Gedenksteines in einer Ecke des Raumes.

Haerdtl-Zimmer

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Sprecher: In der Ersten Republik befand sich in diesem Raum das Büro des Bundeskanzlers, das nach dem Wiederaufbau als Sekretariat genutzt wurde. Haerdtl hatte den Auftrag, staatliche Symbole in die Architektur zu integrieren. So finden sich in allen von ihm gestalteten Räumen Bundesadler und die Wappen der Bundesländer – so wie hier an der Decke. Der zeitgenössische Wandteppich von Albert Paris Gütersloh ist erst vor einigen Jahren im Haerdtl-Zimmer aufgehängt worden. Heute werden im Haerdtl-Zimmer Besprechungen abgehalten.

Videobeschreibung: Schwenk durch den Raum – Detailansichten der Einrichtung – Deckengestaltung mit zahlreichen regelmäßig gesetzten, filigranen Wappenornamenten – zwei Kristallluster, zentraler großer Wandspiegel mit Standuhr, ein moderner Wandteppich.

Kreisky-Zimmer

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Sprecher: Auch das alte Kanzlerzimmer wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von Oswald Haerdtl neu gestaltet. Dem Geschmack der damaligen Zeit entsprechend wurden die Wände mit dunklem Holz vertäfelt. Das Wappen Österreichs und die Wappen der Bundesländer sind als Intarsien an der Wand hinter dem Schreibtisch ausgeführt. Bundesadler finden sich auch im Rahmen des Spiegels und in den Kristallanhängern der Luster.
Dieser Raum ist seit 2007 nach Bruno Kreisky benannt, dem am längsten dienenden österreichischen Bundeskanzler. Von ihm weiß man, dass er das dunkle Zimmer weniger schätzte. Er bezeichnete es abfällig als "Zigarrenkistl".
Seit 2000 wird der Raum nicht mehr als Kanzlerbüro benutzt und dient nun als Besprechungszimmer.

Videobeschreibung: Schwenk durch den Raum – holzvertäfelte Wände und Kassettendecke, zentral ein großer Kristallluster – Detailansichten der Wandintarsien und des großen ovalen Besprechungstisches.

Urheberinformation

Video-Produktion: Digital Education GmbH, Graz
Text: Walter Reichel, Bundeskanzleramt/Bundespressedienst
Sprecherin (deutsche Fassung): Katharina Horn
Sprecher (englische Fassung): David Creedon
© Bundeskanzleramt/Bundespressedienst 2011