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10 Tipps gegen Hass im Netz

"10 Tipps gegen Hasspostings" ist Teil der Initative #GegenHassimNetz.

Auch im Internet gelten Regeln, denn Diskriminierung, Verhetzung und Mobbing sind niemals in Ordnung. Wir wollen dazu ermutigen, das Netz mit digitaler Zivilcourage und Gegenrede gemeinsam zu einem Raum für positive und offene Debatten zu machen. Die 10 Tipps sollen die Nutzerinnen und Nutzer dabei unterstützen und bei der praktischen Umsetzung helfen.

Aggressive Kommentare verletzen und schaffen eine negative Stimmung. Oft bleibt es nicht beim Hass im Netz, sondern es kommt zu handfester Gewalt. Lassen wir das nicht zu: Gemeinsam #GegenHassimNetz

  • Tipp 1 – Nachfragen
    Nachfragen regt zum Nachdenken an – zumindest manchmal. "Wie meinst du das?" "Woher hast du die Info?" "Hast du dazu auch Daten und Fakten?" Oft hat sich damit das Gerücht auch schon erledigt. Und andere Nutzerinnen und Nutzer wissen, was Sache ist.
  • Tipp 2 – Benennen
    Der Diskussionsstil ist verletzend, andere Nutzerinnen und Nutzer werden beleidigt? Dann stell das einfach fest: "Ich finde es nicht in Ordnung, dass du mich beleidigst!", oder "Du greifst mich persönlich an."
  • Tipp 3 – Sachlich bleiben und sich wehren
    Bleib ruhig und sachlich. Nimm die Emotionen raus, bring Argumente und Fakten. Stell klar: "Wenn Sie Ihre Kritik sachlich vorbringen, werde ich darauf antworten." Es ist auch OK, wenn du nur ein kurzes Statement abgibst und dich nicht in lange Diskussionen verwickeln lässt.
  • Tipp 4 – Entlarven
    Informiere dich und bring Fakten in die Diskussion ein. Fakten sind kein Allheilmittel gegen überzeugte Hassposter. Sie helfen aber, Dritte zu erreichen, die noch kein geschlossenes Weltbild haben und für Fakten offen sind. Informiere dich, bevor du Inhalte teilst. Mit Suchmaschinen kannst du Informationen und Bilder prüfen.
  • Tipp 5 – Sich selbst schützen und Verbündete suchen
    Setz dem Hass etwas entgegen. Aber achte auch auf dich. Wenn etwas zu beleidigend ist, hol Freundinnen und Freunde zu Hilfe oder nimm dir eine Auszeit. Unterstützt euch gegenseitig in der Diskussion. Trefft euch auch offline, um darüber zu reden und Strategien zu überlegen.
  • Tipp 6 – Gegenerzählungen anbieten
    Du willst die Angst im Netz nicht hinnehmen. Hilf mit, bring positive Beispiele und biete alternative Erzählungen an. Diese Geschichten gibt es, wir müssen sie nur erzählen. Verwende nicht Begriffe, die dir problematisch erscheinen, nur weil sie in der Diskussion vorkommen. Finde deine eigenen Worte.
  • Tipp 7 – Nicht alles teilen
    Manchmal klingt eine Geschichte einfach zu gut, um wahr zu sein. Deshalb verbreiten sich Falschmeldungen rasant, die Richtigstellungen oft weniger. Es liegt an uns, die Verbreitung von Falschmeldungen einzuschränken bzw. Richtigstellungen unter die Leute zu bringen.
  • Tipp 8 – Melden
    Jede Plattform bietet die Möglichkeit, Kommentare und Nutzerinnen bzw. Nutzer zu melden. Diese Meldungen sind anonym. Wenn die Inhalte nicht den Regeln der Plattform entsprechen oder im jeweiligen Land strafrechtlich relevant sind, müssen diese gelöscht werden.
  • Tipp 9 – Anzeigen
    Hasspostings sind aggressive, provozierende Kommentare im Internet. Oft erfüllen sie einen Straftatbestand und sind somit gerichtlich verfolgbar. Es macht rechtlich keinen Unterschied, ob ein Delikt in der realen Welt oder im Internet, z.B. in einem Online-Forum, begangen wird. Verhetzung, Verleumdung, Mobbing und üble Nachrede sind strafbar. Auch nationalsozialistische und rassistische Inhalte können geahndet werden. Wehr dich!
  • Tipp 10 – Moderiere deine Profile
    Die Debatte findet auf deiner Profil-Seite statt? Moderiere sie und weise auf Grenzen hin. Auch Humor kann helfen, um eine hitzige Debatte wieder einzufangen. Scheu dich auch nicht davor, Kommentare zu löschen.

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