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Die OECD im Überblick

Informationen über die Aufgaben, die Mitgliedschaft, die Gremien und die Arbeitsweise der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)

Aufgaben und Mitgliedschaft

Das Aufgabengebiet der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) umfasst eine Vielzahl an Politikbereichen. Sie entwickelte sich aus der OEEC (Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit), einer Organisation, die zur Koordination der Marshall-Plan-Hilfe gegründet wurde.

1960 wurde die Konvention zur Gründung der OECD von den Mitgliedstaaten der OEEC (darunter auch Österreich), den USA und Kanada unterzeichnet. Mittlerweile sind fast alle Regionen der Welt in der 35 Mitglieder umfassenden Organisation repräsentiert.

Da die Kooperation mit Nicht-Mitgliedstaaten in einer immer stärker vernetzten globalen Wirtschaft erforderlich ist, arbeitet die OECD mit zahlreichen Drittstaaten intensiv zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und Fachkenntnisse weiterzugeben. In den letzten Jahren wurde darüber hinaus die Kooperation mit der Zivilgesellschaft vertieft.

Gremien der OECD

Die Gremien der OECD setzen sich aus Abordnungen der Regierungen in den Mitgliedstaaten zusammen. Die OECD gibt den Regierungen Gelegenheit, ihre Standpunkte zu wirtschafts- und sozialpolitischen Themen in Komitees auszutauschen, Erfahrungen zu diskutieren und gemeinsam nach Lösungsansätzen zu suchen. Sie unterstützt ihre Mitgliedstaaten im Umgang mit aktuellen Entwicklungen, bei der Bewältigung neuer Herausforderungen und der Definition von Problemstellungen sowie in der Umsetzung von politischen Zielen.

Das Entscheidungsgremium der OECD ist der Rat (Council), der aus einer Vertreterin oder einem Vertreter (Botschafterin beziehungsweise Botschafter) jedes Mitgliedstaates sowie Abgesandten der EU-Delegation besteht. Die Aufgabe des Rates ist die Oberaufsicht und die strategische Leitung der OECD. Vorsitzender des Rates ist der Generalsekretär der OECD. Einmal pro Jahr trifft sich der Rat auf Ministerinnen- und Minister-Ebene – dem Ministerrat.

Auf der technisch-inhaltlichen Ebene treffen Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedstaaten – die nationalen Fachleute – in Fachausschüssen zusammen, um zu inhaltlichen Fragen Meinungen auszutauschen, Studien zu erarbeiten, Publikationen vorzubereiten und die in bestimmten Politikbereichen erzielten Fortschritte zu überprüfen. Dazu wurden rund 200 Komitees, Arbeitsgruppen und technische Untergruppen eingerichtet.

Arbeits- und Funktionsweise in der OECD

Die 3 zentralen Elemente (Organe) der OECD sind:

  • der Rat,
  • das Sekretariat und
  • die Ausschüsse.

Diese interagieren untereinander.

Der Rat übernimmt die Aufsicht und strategische Leitung und setzt sich aus Abgesandten der Mitgliedsländer sowie der EU-Delegation zusammen. Die Entscheidungen werden nach dem Konsensprinzip getroffen.

Das Sekretariat erarbeitet Analysen und Vorschläge und setzt sich aus dem Generalsekretär, den stellvertretenden Generalsekretärinnen und -sekretären und den Direktoraten zusammen.

Die Ausschüsse befassen sich mit der Diskussion und Umsetzung der erarbeiteten Vorschläge. Hier arbeiten Abgesandte der Mitgliedsländer und der Länder mit Beobachterstatus zusammen mit dem Sekretariat an spezifischen Fragen.

OECD-Sekretariat und Budget

Die Bediensteten des OECD-Sekretariats, die direkt oder indirekt den Ausschüssen zuarbeiten, sind in Fachdirektionen, in denen die themenspezifischen Berichte vorbereitet werden, tätig.

Die OECD verfügt über einen Gesamtjahreshaushalt von rund 370 Millionen Euro, der durch Beiträge der Mitgliedstaaten erbracht wird (Österreich: rund 1,4 Prozent). Mit zusätzlichen freiwilligen Beiträgen (Voluntary Contributions), die einen Budgetanteil mit steigender Bedeutung bilden, können Mitgliedstaaten Arbeiten von jeweils besonderem Interesse unterstützen.

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